CARBON AND CAPTIVITY

MQ Hof 8

Eintritt frei

AT/CH/NO 2020, Dokumentarfilm, 33 min., OmdtU
Regie: Oliver Ressler

Regie & Produktion: Oliver Ressler
Kamera: Sjur Pollen
Ton: Sjur Pollen, Oliver Ressler
Schnitt: Oliver Ressler
Text: Oliver Ressler, Matthew Hyland
Sprecher: Tim Goldie
Tonstudioaufnahme: John Hannon
Farbkorrektur: Rudolf Gottsberger
Sound Design & Musik: Vinzenz Schwab

CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) wird von Konzernen als technische Lösung zur Verhinderung von katastrophaler Klimaerwärmung präsentiert. Bei dem Verfahren soll CO2 im Raffinerievorgang extrahiert, dann transportiert und in Formationen unter dem Meeresboden gespeichert werden. Die weltweit größte Anlage zur Erprobung von CO2-Abscheidungstechnik in industriellem Ausmaß ist das Technology Centre Mongstad (TCM) in Norwegen. Dort wurde dieser Film gedreht. Die Einführung von CCS würde die notwendige Entkarbonisierung weiter verzögern und unsere Abhängigkeit von der Brennstoffindustrie noch vertiefen.

EVERTHING’S COMING TOGETHER WHILE EVERYTHING’S FALLING APART: VENICE CLIMATE CAMP

MQ Hof 8

Eintritt frei

AT 2020, Dokumentarfilm, 21 min, OmdtU
Regie: Oliver Ressler

Regie & Produktion: Oliver Ressler
Kamera: Thomas Parb
Ton: Thomas Parb, Oliver Ressler
Schnitt: Lisbeth Kovačič, Oliver Ressler
Soundschnitt & re-recording mix: Rudolf Gottsberger

Dieser Film ist anlässlich des Klimacamps in Venedig im September 2019 entstanden, das vom No Grandi Navi Komitee gemeinsam mit Fridays For Future und zahlreichen Aktivist_innen aus ganz Europa organisiert wurde. Ausgehend vom Camp am Lido drangen in der Morgendämmerung zweihundert Klimaaktivist_innen auf das Gelände des Filmfestivals Venedig ein und besetzten über neun Stunden lang den roten Teppich. Die Präsenz der internationalen Presse nutzend wurde der am Tag der Preisverleihung im Fokus der Weltöffentlichkeit stehende Ort dafür genutzt, um die Anliegen der Klimabewegung zu thematisieren.

ANUBUMIN

MQ Hof 8

Eintritt frei

Oliver Ressler, AT 2017, Dokumentarfilm, 18 min, OmdtU
Regie: Zanny Begg

Regie: Zanny Begg, Oliver Ressler
Kamera: William Robertson
Sound-Design: James Brown
Gedicht: Matthew Hyland & Oliver Ressler
Sprecherin: Renée Gadsden
Tonaufnahme des Gedichts & Farbkorrektur: Rudolf Gottsberger

Auf der kleinen pazifischen Insel Nauru wurde seit 1906 Phosphat abgebaut. Als die Förderung in den 1980ern eingestellt wurde, war Nauru bankrott und 80% der Landfläche unbewohnbar. Nauru wurde zu einem Hafen für Geldwäscherei. Nach dem Verschwinden von Bodenschätzen und Geld beteiligt sich Nauru heute am „Verschwinden von Personen“, indem es ein australisches offshore Anhaltelager für Flüchtlinge beherbergt. Vier Whistleblower analysieren die institutionalisierten Menschenrechtsverletzungen.

Oliver Ressler arbeitet als Künstler und Filmemacher zu Ökonomie, Demokratie, Migration, Klimakrise, Formen des zivilen Ungehorsams und gesellschaftlichen Alternativen. Seine 36 Filme wurden in tausenden Veranstaltungen von sozialen Bewegungen, Kunstinstitutionen und Filmfestivals gezeigt. Ressler nahm an über 400 Gruppenausstellungen teil, im Museo Reina Sofía, Madrid; Centre Pompidou, Paris und an den Biennalen in Taipeh (2008), Lyon (2009), Venedig (2013), Quebec (2014), Kiew (2017) und an der Documenta 14, Kassel, 2017. Er kuratiert die Ausstellung „Overground Resistance“ im frei_raum Q21 exhibition space (25.08. – 21.11.2021)

 

In Kooperation mit Q21

Das Q21 ist Arbeitsplatz für unterschiedliche Initiativen, Vereine, Agenturen und Redaktionen aus dem Kulturbereich. Ob internationales Film- oder Tanzfestival, Indie Game Development, Kunstbuchverlag oder Modeshop: Die Initiativen ergänzen mit ihren Themen und Produktionsformen das Angebot der traditionellen Museen und Veranstaltungsbühnen im MuseumsQuartier Wien.

Einige der Artists-in-Residence sind mit ihren Arbeiten im Ausstellungsraum des Q21 vertreten. Der frei_raum Q21 exhibition space steht für barriere- und kostenfreier Zugang, mit Werken und Konzepten von KünstlerInnen des Q21 (Artists-in-Residence) und dabei immer auf Internationalität ausgerichtet. Gezeigt werden wechselnde Gruppenausstellungen bei freiem Eintritt, die von internationalen KuratorInnen kuratiert werden. Seit 2012 liegt der Fokus der Reihe auf sozialkritischen und gesellschaftspolitischen Themen.